Depressurizer hilft wo Steam versagt

Steam hat ein üblen Bug, der mich nicht das erste mal nervt. Dieser trifft einem härter, je mehr Spiele man bei Steam besitzt. Habe vor ein paar Tagen auf meinem neuen Surface Tablett Steam installiert und da ist es passiert. Alle meine selbst erstellten Kategorien für die Spiele waren weg. So etwas ist mühsam, allen voran wenn man hunderte von Spielen hat. Dann bin ich auf Diskussionen von Leidensgenossen gestossen und dort wurde “Depressurizer” empfohlen. Ein von einer Privatperson erstelltes Tool welche die Kategorien einfacher erstellen und managen lässt und diese auch backupen kann.

Hier bekommt man das Tool. Man muss nach der Installation den Steam Ordner angeben (findet ihn automatisch) und dann kann man die Spiele entweder manuell sortieren oder aber gewisse Automatismen nutzen. Bei meinen fast 600 Spiele wurden bis auf 80 alle gewissen Kategorien zugeordnet. Da das Tool einfach per Drag&Drop sowie Mehrfachauswahl über übliche Windows Kürzel kennt und erlaubt, sowie gute Suchfunktionen etc. bietet, ist man mit diesem Tool extrem schnell.

So sieht die Bedienoberfläche aus, ähnelt der Steam Oberfläche:

Man sieht links die Kategorien, wobei am Anfang nur die in Klammern vorhanden sind. Dann kann man unten nach auswählbaren Kriterien die eigene Bibliothek automatisch katalogisieren lassen, oder aber auch manuell ergänzen. Ebenso kann man ganz einfach Betas und andere Überbleibsel zu Hidden verschieben und somit verstecken. Sobald man speichert, fragt einem das Tool ob man es in Steam speichern will. Dazu sollte aber Steam nicht am laufen sein. Warum funktioniert das, werden doch angeblich die Daten in der Steam Cloud gespeichert? Nun das ist unter anderem auch der Grund für den Bug. Der zuletzt aktiven Client gibt mit seiner lokalen Konfiguration vor was in die Cloud abgeglichen wird. Theoretisch sollte zuerst diese von der Cloud geladen werden. Geschieht dies nicht, wird das leere Profil in die Cloud nach einiger Zeit geladen. Und genau hier zeigt es sich: die lokale Konfiguration ist der Master und nicht die Cloud. Und genau deshalb kann hier das Tool eingreifen.

Man kann mit dem Tool sogar Spiele umbenennen wenn man will:

Kritik an Steam: Man fragt sich schon warum Valve selber nicht so eine komfortable Funktion bietet. Nicht dass ich so ein separates Tool in ihrem Fall erwarten würde, was kein Sinn ergäbe. Aber warum nutzt Valve die Kategorien nach Genre usw. aus dem Store Bereich die von den Entwickler gepflegt werden nicht und bietet sie den Kunden als fertige Auswahl an? Das würde doch Sinn ergeben, und wäre mit den bereits vorhandener Datenbank ein Klacks zu realisieren.


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2 Comments

  1. Dab November 30, 2018 5:06 pm  Antworten

    Steam versagt und blizzard verkackt Diablo? Ist der PC jetzt etwa tot?

  2. Thomas Peter Dezember 3, 2018 11:37 pm  Antworten

    Im Gegenteil es ist ein Zeichen von Dekadenz, denn Steam und Blizzard die beide stark PC orientiert sind geht es zu gut und sie sitzen auf dem hohen Ross und glauben inzwischen über allem zu stehen. Ähnlich wie Microsoft nach dem Erfolg der Xbox 360 und dann bei der Ankündigung der Xbox One voll ins Fettnäpchen tratt.

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