GRIP

Ich hatte mir damals schon als early access Titel geholt und ab Beginn war es gut spielbar, aber es bot noch nicht allzu viel. Darum hatte ich es bis jetzt aus den Augen verloren. Nun aber ist das Spiel kurz vor der Veröffentlichung und soll im Herbst auch auf den Konsolen veröffentlicht werden. Das erneute Hereinschauen hat sich gelohnt. Ich habe bei kaum einem Titel so ein Sprung von Qualität gesehen zwischen der early access Phase und bis kurz vor Release.

GRIP der geistige Nachfolger von Rollcage welches um die Jahrtausendwende auf den Markt kam.

Das heraus stechende Merkmal dieses Arcade Racers: Die Fahrzeuge kennen kein oben und unten. Sie fahren auf beiden Seiten weiter wie die Hotwheel Flippers von Matchbox. Darauf bauen auch die Rennstrecken, die oft Möglichkeiten bieten an den Seiten oder gar Decke zu fahren. Zusätzlich gibt es wie bei ähnlichen Arcade Racer Powerups die man auf der Strecke einsammeln kann. Zwei davon kann man wie bei Wipeout im Arsenal halten, allerdings erst ein weiteres aufnehmen wenn die Wirkung von einem eingesetzten abgeklungen ist. Diese sind bis auf einem Schild im Heck und ein Geschwindigkeitsboost alle offensiv ausgelegt und reichen von Maschinengewehrsalven, Raketen bis hin zu Waffen die die Steuerung des Gegners beeinflusst usw. Ebenfalls wie bei Wipeout gibt es Boostflächen auf der Strecke verteilt.

Hot Wheels Flippers

Die Strecken sind abwechslungsreich und fordernd wobei es einfachere Strecken und recht schwierige gibt. Diese sind teils auch noch in der Entwicklung. Gerade eine der harten Strecken braucht zur Zeit noch Feinschliff weil man sich in einem Abschnitt wo mehrfach zwischen oben und unten recht rapid gewechselt wird sich gerne vertut. Zur Zeit gibt es 15 Strecken, wobei viele davon gespiegelte oder Nachtverianten einer anderen sind. Ich vermute die Liste wird bis zum Release noch grösser. Es gibt bei den Rennen das klassische Rennen wo derjenige gewinnt der als erster durchs Ziel fährt, es gibt das Ultimate Race wo derjenige gewinnt der am Schluss am meiste Punkte gemacht hat, Elimination wo alle 30s der hinterste aus dem Feld fällt und ein einfaches Zeitrennen. Nebst den Rennen sind noch Arenen und Parcours vorgesehen wo bis dato je eine Probe gefahren werden kann. Das Haupt Augenmerk liegt aber klar bei den Rennen. Es gibt nebst den Solo Spielen gegen Computer Gegner natürlich ein Multiplayer und es gibt ein Splitscreen Modus. Zur Zeit auf zwei Spieler beschränkt soll der in der fertigen Version auf vier Spieler (wohl wegen den Konsolen) erweitert werden. Man kann bei der PC Version zur Zeit einstellen ob die Teilung horizontal oder vertikal erfolgen soll.

Der Spielspass ist gigantisch. Dank Unreal 4 Engine läuft das Spiel super flüssig und sieht zeitgemäss aus. Aber allen voran das Geschwindigkeitsgefühl hat mich schon lange nicht mehr bei einem Rennspiel so überzeugt. Dazu die ganze Zeit der Beschuss und die Action, die abgefahrenen Streckenverläufe. Es macht einfach enorm Spass. Es erinnert mich stark an Deathkarz einen meiner Lieblings Arcade Racer mit Powerups. In gewissen Steckenabschnitten hat mich aber der Speed schon fast an Balistics erinnert, wobei jetzt wo ich mir nochmals ein Video (siehe unten) zu Gemüte geführt habe, muss ich sagen, doch nicht ganz so schnell. Aber der Speed passt auf jeden Fall. Ich habe jedenfalls endlich wieder mal ein Arcade Racer nach Gas Guzzlers Extreme gefunden, der an alte Tugenden heran knüpft. Keine Open World, keine Story, einfach nur Geschwindigkeit und Action. Man spielt das Spiel sicher nicht wie andere Spiele stundenlang am Stück, aber es ist ein guter Lückenfüller für ein paar Runden Spass und die 20 Euro die es zur Zeit in Steam kostet, ist es allemal wert. Ich nehme an der Preis wird noch marginal steigen nach dem offiziellem Release.


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