Warum ist Two Worlds furchtbar langweilig, suchterzeugend interessant?

Tja, nach Diablo und Titan Quest ein weiteres mal, da ist es da: Die Sammlersucht! Silverfall ist ein richtiges Rollenspiel im Gegensatz zu den anderen beiden genannten Pendants und vergleicht sich eher mit Ghotic und Oblivion. Verfügt zudem über eine sehr interessante Hauptstory, die mit lauter sauber synchronisiert gesprochenen Dialoge vorangetrieben wird, hat aber eben auch diesen typischen Sammlersucht Faktor. Wieso werden ihr noch erfahren.

Was ist aber der Haken des Games und auf was will ich hinaus?

Die Stärken

Das Game hat unzählige sockelbare Items, Waffen Rüstungen. Gleiche Items können nicht gestappelt sondern kombiniert werden, und werden dadurch immer weiter hochgelevelt, egal ob Waffen, irgendwelche andere Ausrüstungsgegenstände aber auch Zauber (die man als virtuelle Karten findet).
In dem Spiel liegt enormes Potential das momentan durch schlechtes Balancing und vereinzelte nervende Bugs bzg. Spieleschwächen noch getrübt wird. Die Spielewelt ist erstklassig und wirkt im Gegensatz zu Oblivion nicht so zusammengesetz. Die Grafik ist absolut zeitgemäss und gewisse Effekte finde ich sogar besser gelungen als bei Oblivion (allen voran ist die Weitsicht besser gelöst), deutlich schärfere Texturen, aber weniger Vegetation und weniger Details. Die Dialoge und die Hauptstory ist erstklassig und vorallem meines Erachtens umfangreicher als bei Oblivion. Ich finde die Umgebung auch einfach interessanter und glaubwürdiger und eben liebevoller gestaltet, trotz weniger grafischenen Finessen.

Die Schwächen

Einerseits beflügelt dieses System mit dem Kombinieren von Items unheimlich die Sammlersucht, macht auch grad zu Beginn enormen Spass zusammen mit der guten Hauptstory. Konzentrier man sich auf den Charakter und sein Hochleveln, ist man schnell zu stark. Es sind schon drei Patches draussen, und der letzte soll enorm das Balancing verbessert haben. Ich habe vor die nächsten Tagen mit dem neuen Patch nochmals neu anzufangen und mein jetztiger Level 50 Charakter links liegen zu lassen.

Empfehlenswert wäre in entfernteren Gebieten die Gegner massiv stärker zu machen, denn die Gegner haben fixe Levelstufen und wachsen nicht wie bei Oblivion mit dem Spieler (das wiederum machte Oblivion etwas fade). Weitere Sachen die momentan noch nerven: Pferde sind steuerungstechnisch unbrauchbar und dienen daher momentan nur als Lagerstätten für Gegenstände, indem man sie in der Nähe von Portalen positioniert. Auch hat man nicht wirklich viel Einfluss auf die Kämpfe, die sind nicht wie bei Oblivion steuerbar, sondern eben Hack’n Slay mässig wie bei Guild Wars. Das kann man gut oder schlecht finden. Ich finds nicht tragisch, habe ich doch auch Guild Wars gespielt, aber ich bevorzuge dennoch die Kampfvariante von Oblivion. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Genrekönig Oblivion auch noch reifen musste, allen voran durch die vielen Modifikationen der Fans. Gott sei dank wurde mit dem letzten Patch auch grad das Entwicklerkit für Fans veröffentlicht. Damit besteht berechtigte Hoffnung dass grad bzg. Balancing die Fans noch so einiges verbessern.

Fazit

Es tönt extrem negativ wenn ich mein Text hier so durchlese. In Tat und Wahrheit hat das Spiel mich schon viert komplette Tage (ich habe Ferien) in den Bann gezogen, fast noch extremer als Oblivion. Und es kommt vielleicht auch auf den Spielstil an. Also einfach nicht zu sehr aufs hochleveln der Waffen etc. konzentrieren sondern mehr auf die Quests. Und wie gesagt, mit dem neuen Patch habe ich mich noch nicht versucht, glaube aber kaum, dass die Änderungen so drastisch ausfallen wie ich es mir bzg. Balancing wünsche. Also ich werde mich wieder melden, wenn ich mehr weiss.


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