Steam Machine, Link and Controller

Den Sinn hinter den Steam Machines sah ich noch nie. Schlussendlich ist es einfach nur ein Branding für Fertig PC. Aber weder scheinen sie gewisse Anforderungen spezifisch erfüllen zu müssen (muss Valves Engine Benchmark min. so gut erfüllen oder dergleichen) was die Hardware anbelangt, noch einheitliches Design haben die sie als solches von weitem als Steam Machine identifizierbar machen. Einige Hersteller haben ein Steam Logo am Gehäuse untergebracht und auf einer Steam Machine muss Steam OS laufen, aber nicht zwingend installiert sein. So verwirrt es mich auch, dass Alienware und andere schon Steam Machines verkaufen, Steam OS aber immer noch im Alpha Status ist. Das erinnert an Linux Gefrickel und nicht an professionelles Branding. Schlussendlich ist jeder PC mit Steam installiert eine „Steam Machine“. Und welchen Vorteil nun Steam OS gegenüber einem Windows mit Steam installiert bringen soll, erschliesst sich mir nicht, zumal damit ja nur Chancen vertan werden.

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Alienware Steam Machine und Steam Controller

Was mir aber allen voran bei Steam als Konsolenersatz fehlt, sind die Dinge fernab von Gaming. Ok, meine Musikbibliothek kann ich seit einem Jahr einbinden, es gibt auch schon Movies über Steam zu kaufen, aber ein DLNA Client intergriert wie ich es mit Plex nutze, fehlt nach wie vor. Soll also ein fertige Steam Machine oder ein Home Theater PC (HTPC) den man selber mit einem Barebone Gehäuse wie ich zusammen gebaut und an den TV gehängt hat eine Konsole ersetzen, ist dies mit Steam OS meines Wissens nicht möglich sondern nur mit Windows.

Viel interessanter finde ich Steam Link. Für 50$ bietet Valve seit kurzem in der USA ein Gerät analog Chromecast etc. an, nur halt auf in Home Streaming auf Steam beschränkt. Das Gerät kann also von einem laufenden PC im Bürozimmer etc. das Gaming in das Wohnzimmer streamen. Dabei kann nicht nur ihr eigenen Steam Controller angehängt werden sondern auch die üblichen Verdächtigen wie die beliebten Xbox Controller (sowohl 360 wie auch One). Schlussendlich hätte ich nicht schon mein ITX Rechner mit installiertem Steam am TV hängen, hätte ich mir das wohl geholt. Denn es ist günstig für das was es kann, es kann nämlich 1080p mit 60 FPS streamen. Und das Streaming von Steam ist wirklich stark wie ich selber schon ausprobiert habe. Übrigens Nvidias Shield Konsole mit Android kann nebst dem eigenen Geforce Now Streamingdienst angeblich auch Valves in Home Streaming. Und beim Geforce Streaming ab PC kann Nvidia angeblich sogar 4K streamen!

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Steam Link mit Anschlüsse auf der Rückseite
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Shield Console mit eigenen Controller

Kommen wir zuletzt auf den Steam Controller zu sprechen. Alles was ich vorab gesehen und gehört habe, hat ein sehr interessanten und innovativen Eindruck gemacht. Und das trifft auf seine Grundfunktionen auch zu. Aber was mich geschockt hat, dass das Ding nur mit normalen Batterien in einem Fach laufen die man ersetzen muss. Man kann das Gerät nicht über USB wie man es von den Konsolen kennt laden, selbst wenn man aufladbare Batterien einschiebt. Aber am besten erklärt das ganze das Video von Gamestar:

Fazit:

Das Manko mit dem fehlenden integrierten Akku ist arg und lässt mich daher abwarten. Evt. bringt Valve ja noch eine überarbeitete Version. Denn für mein ITX Rechner am TV wäre der Controller sonst ideal. Steam Machine und Link brauche ich nicht, wobei ich aber Steam Link das interessantere Produkt finde. Ich hoffe nur dass Valve jetzt wo sie mehr in das Feld der klassischen Konsole am TV vordrängen auch noch Funktionen wie DLNA in Betracht ziehen.


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Kommentare

2 Antworten zu „Steam Machine, Link and Controller“

  1. Avatar von Missingno.
    Missingno.

    Ich verstehe nicht, warum viele so auf eingebaute Akkus schwören. Ich finde es viel praktischer ein paar „normale“ AA(A)-Batterien (Akkus) zu haben, die ich schnell austauschen kann. Das funktioniert bei den Wiimotes, dem Xbox-360-Controller und diversen anderen Gerätschaften (Gitarren-Controller, Fernbedienung, etc.). Da hat mich die Variante bei der PS3 sogar genervt. Erstens hat das Ding weniger lang gehalten, dann musste ich das auch noch per USB irgendwo laden (was nicht an der PS3 ging, wenn sie ausgeschalten war) und dank dem kurzen Kabel 50cm vor dem TV hocken musste, wenn ich weiterspielen wollte (was man ja sinnvollerweise tun wird, wenn die PS3 zum Controller laden schon an sein muss). Bei Batterien? Alte raus, ins Ladegerät gesteckt, neue rein, weiter geht es.

  2. Avatar von JTR

    Bei USB Ladekabeln können Dritthersteller dann entsprechende Ladestationen bauen. Ich jedenfalls will nicht immer Batterien wechseln sondern die Geräte auf eine Ladestation stellen.

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