Review Crackdown

Crackdown ist ein weiterer Hoffnungskandidat der Xbox 360, stammt dieser „GTA Clon“ doch vom Erfinder des GTA. Denn dieser arbeitet nicht mehr bei DMA Design (heute Rockstar) sondern hat sein eigenes Studio gegründet. Crackdown konzentriert sich im Gegensatz zu GTA auf die Aktion und weniger Story.

Story

Wie im Vorwort schon anbemerkt ist die Story eher flach gehalten. Sie sind ein genmanipulierter Supercop der Zukunft und müssen die Stadt von drei Banden (je ein Stadtbezirk pro Bande) aufräumen. Die Story wird in kurzen Comics erzählt, die aber sehr dürftig daherkommen, denn nur bei den Bossbeschreibungen wird durch deren kurze Lebenslauf etwas davon preisgegeben.

Ambiente

Die Spielwelt ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Noch viel detailierter als man es von GTA kennt. Ein Hauptmerkmal sind die verschachtelten Dächerarchitekturen und Gebäude. Dies ist aber auch nötig für das Hauptmerkmal des Spiels, dem Herumhüpfen auf Dächern. Dazu aber später mehr. Der Sound ist prächtig geworden, bei Schiessereien und Explosionen glaubt man in einem Kriegsgebiet zu sein. Die Sprachausgabe ist auch GTA typisch gut gehalten und passt eigentlich immer. Die Grafik ist schlicht der Hammer was Weitsicht und Details anbelangt. Hier weiss man ein weiteres Mal die Power der Xbox 360 zu schätzen. Auch gibt es keine Ladezeiten zwischen den Gebieten, sondern es wird fortlaufend im Hintergrund geladen. Auch die Ladezeiten zu Beginn eines Spiels sind erstaunlich kurz.

Spielgeschehen

Im Spiel steht klar die fortlaufende Weiterbildung seines Egos im Fordergrund. Dies erreicht man einerseits durch entsprechenden Einsatz von Waffen oder Fäusten, aber auch durch das Überfahren von Gangmitgliedern. Je nach dem wie man Gegner erledigt bekommt man entsprechend Punkte gutgeschrieben. Dies wird sogar visualisiert dargestellt, indem vom gestorbenen Gegner kleine farbig und transparente Energiekügelchen auf einem zugeflogen kommen und verinnerlicht werden. Ausserdem kann man seine Fähigkeiten auch durch Rennen verbessern, entweder mit dem Auto, oder zu Fuss über die Dächer. Des weiteren gibt es für die sehr wichtige Sprungkraft auf den Spitzen von Gebäuden Energiepunkte. Um diese zu erreichen muss man die Gebäude erklimmen. Hat man sein Können in der Sprungtechnik aufs höchste Niveau getrieben, kann man rund 10m hoch springen. Später ist das umso wichtiger, weil die Oberbosse sich meist auf der höchsten Etage eines Wolkenkratzers versteckt. Dann kann man sich entweder im innern des Gebäudes durch Horden von Gegnern schiessen, oder den Umweg via Aussenfassade nehmen. Das Schiessen ist übrigens mit einer guten Auffassungsmethode gelöst. Einfach linkte Schultertaste anvisieren. Mit dem rechten Stick kann dann durch einzelne Trefferzonen durchgewählt werden. Für kleine Zonen wie der Kopf muss man allerdings einiges warten bis sich das Fadenkreuz darauf konzentriert hat. Schiesst man dann aber mit einem Einzelschuss, hat man den Kopfschuss garantiert.

Fazit

Diese Superman ähnliche Sprungeinlagen sind enorm motivierender Hauptbestandteil des Spiels und machen wirklich Spass. Dazu kommen geniale Gefechte. Diese werden ein wenig getrübt durch ein paar Bugs. Zum einen werden manchmal Leichen anvisiert, zum anderen ist es manchmal etwas schwer Gegner die inmitten von Fahrzeugen stehen zu anvisieren. Und steht man auf einem Gebäudedach, schlägt der Charakter oft gegen das Mäuerchen anstatt auf die Gegner unten auf der Strasse zu schiessen. Da gibts dann nur eins, auf das Mäuerchen stehen. Ausser diesen Bugs konnte ich aber keinerlei Fehler finden und gibts auch sonst nix auszusetzen. Crackdown ist ein aktionbetonter Titel ohne wirkliche Story, macht aber enormen Spass. Allerdings hat man das Spiel was die Kampagne betrifft in zwei Nachmittagen durchgespielt. Dann bleibt einem noch der Kooperativmodus zu zweit.


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