Fototank unter Linux

Ich habe ja vor ein paar Monaten meinem Kollegen Puppetmaster seine Canon 50D abgekauft und wieder mit dem Fotografieren begonnen. Zur Ausrüstung gehört nebst einem hochwertigen Fotorucksack von Lowepro auch ein ASUS Eee 1005P Netbook, welches perfekt in den Deckel des Rucksack passt. Zudem hat dieses Notebook ein entspiegeltes Display, was mir sehr wichtig war. Standardmässig ist ein Windows 7 Starter Edition dabei. Zu Beginn hat mich das auch nicht sehr gestört und kam gut damit klar. Aber da ich grundsätzlich eigentlich nur im RAW Format speichere auf meine 16GB Karten, hat so ein Gerät natürlich mangels Power das Problem diese in vernünftiger Zeit darzustellen. Zwar läuft grundsätzlich Adobes Lightroom 3 auf der Hardware, aber eben nicht sehr performant.

Ich habe mich deshalb dazu entschieden testweise auf Ubuntu 10.10 Netbook Edition umzustellen. Passende Software für Canons RAW Format zu finden ist kein Problem. Zum einen gibt es RAW Therapee, eine 1:1 Kopie von Lightroom, zum anderen RAW Converter wie ufraw oder ein Studio wie RAW Studio. Gerade letzteres lädt trotz schwacher Hardware ein 15 Megapixel RAW Foto innerhalb von 3 bis 4 Sekunden. Das ist auf einem Netbook erstaunlich schnell. Meist will ich ja auf dem Netbook gar nicht gross Korrekturen vornehmen (das mache ich dann lieber auf dem farbkorrigierten 24″ Monitor zu Hause) sondern kurz die Fotos durchschauen. Und hier happert es bei RAW Formaten sowohl unter Windows wie Linux mit dem Explorer des jeweiligen Betriebssystem. Die sind trotz vorhandenen Codec schlicht nicht darauf ausgelegt.

Wie gesagt, dass ganze ist ein Test und die Zeit wird zeigen ob ich bei Ubuntu bleibe oder wieder zurück zu Windows wechsle. Die Benutzeroberfläche von Ubuntu mit Ubiquity, spezielle Oberfläche für Netbooks, ist wirklich enorm angenehm zu bedienen. Man kann eben nicht wirklich einfach ein bestehendes Betriebssystem nehmen und runterskalieren.


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