Flatout Ultimate Carnage

Etwas verspätet bringe ich dieses Review nun doch noch raus. Es lag schon lange bei mir rum. Inzwischen ist die 360 Version als Budgettitel erhältlich für günstiger 49.-CHF. Die PC Version soll auch im Sommer erscheinen. Von daher könnte es für den einen oder anderen Leser doch noch interessant sein.

Nach über einem Jahr der PC Version von Flatout 2, bringt der Hersteller Bugbear eine Adaption für die Xbox 360 heraus. Grösste Unterschiede sind die aufpolierte Grafik, ansonsten ist das Spiel grösstenteils identisch mit der PC Version. Bei Flatout steht das Demolieren der Umgebung sowie der Fahrzeuge im zentralen Mittelpunkt. Das macht den Reiz dieses fasst schon regulären Nachkommers von „Destruction Derby“ aus.

Das Spiel gliedert sich grob in drei Teile:

  • <!–[endif]–>Karrieremodus
  • Carnage Modus
  • Multiplayer

Die ersten beiden Modus sind für Einzelspieler ausgelegt. Im Mutliplayer spielt man jedoch dieselben Varianten von Spielmodi über Xbox Live.

Der Karrieremodus

Der Karrieremodus kann als Übung für den Multiplayer Part betrachtet werden. Die KI agiert im Verlauf der Karriere immer aggressiver und fordert einem doch recht. Gegen den Schluss der Karriere wird es schon fast frustrierend. Der Karrieremodus ist in verschiedene Fahrzeugklassen unterteilt, die man nach und nach freischaltet. So beginnt man in der Derby Klasse wo stark demolierte alte Karren zur Verfügung stehen. Diese sind nicht sonderlich schnell, dafür gut steuerbar. Nebst normalen Rundenrennen stehen vor allem Derbys auf dem Programmpunkt. Danach folgt die Strassenklasse. Bei ihr kam man auf handelsübliche (keine lizensierte) Autos zurückgreifen. Diese sind das goldige Mittelmass zwischen Geschwindigkeit und Handling. Nebst den Rundenrennen gilt es hier Derbys zu bewältigen. Zum Schluss kommt noch die Rennklasse. Hier stehen Muscle Cars und andere PS starke Boliden zur Verfügung. Diese Rennautos sind unheimlich schnell, jedoch leidet darunter die Steuerbarkeit. Und das wird schon fast zum Frust gegen Schluss. Die PC Protagonisten haben damit keine Mühe, aber als menschliche Gegner tut man sich schwer, hier das richtige Auto für sich zu finden.

Hat man diese drei Klassen beendet, stehen noch das jeweilige Finale auf dem Programm, plus eins über alle drei Fahrzeugklassen. Neue Autos muss man sich mit den gewonnen Preisgelder kaufen. Hier kommt man aber nie in finanzielle Schwierigkeiten, da man beim Verkauf, genau habe ich nicht drauf geachtet, wenn nicht den ganzen so ziemlich fast den ganzen Betrag des Autos, inklusive Tuningteile, erstatten bekommt.

Carnage Modus

Dieser Abschnitt könnte man auch Party- oder Fun Modus nennen. Hier gilt es nicht mehr die beste und perfekteste Runde zu spielen sondern aberwitzige Hindernissparcours zu bewältigen.

Multiplayer Modus

Im Multiplayer kommen zwei Spielmodi zum Zuge: Derby und Rennen. Bei Derby können hier noch Items zugeschaltet werden, die per Zufall auf dem Spielfeld erscheinen und für eine gewisse Zeit Boni wie mehr Schaden, mehr Resistenz oder Heilung verleihen. Während beim klassischen Derby man nicht wiederbelebt wird sondern warten muss bis die letzten ihr Gefecht ausgetragen haben, stehen hier eine gewisse Anzahl Leben zu Wahl oder man begrenzt das Spiel auf eine gewisse Punktzahl.

Grafik

Die Grafik ist ganz auf der Höhe der Zeit. Hochaufgelöste Grafik, viele Objekte die physikalisch korrekt demoliert oder herumgeschubst werden können, schmücken den Strassenrand und die Models der Autos sind äusserst detailliert, und man sieht jeden Schaden dem Auto an. Bei der deutschen Fassung wurden die im Auto sitzenden Charaktere durch „Crash Test Dummies“ ersetzt. Diese fliegen physikalisch korrekt durch die Windschutzscheibe bei harten Crashes. Der Motorensound ist nicht schlecht, dürfte zwischendurch aber etwas kräftiger ausfallen. Die Musikuntermalung dürfte auch nicht jedermanns Sache sein. Zumal selbst wenn man sie zu Anfang noch annehmbar findet, mit der Zeit die wenigen Stücke die sich wiederholen auf die Nerven gehen. Man hat sich doch dann irgendwann satt gehört und schaltet entweder die Musik aus, oder greift auf die Xbox Funktion zurück eigene Musik zu hören.

Motivation und Ambiente

Während der Multiplayer massig für Spass sorgt, ist der Karrieremodus mit der Zeit doch recht eintönig. Zum Schluss nerven unfaire Bedienungen zudem und strapazieren die Geduld (die ua. Sogar wenn man sie behält mit einem freigeschalteten Erfolg belohnt wird). Dafür bietet Flatout zu genüge Strecken die vor allem abwechslungsreich gestaltet sind.

Fazit

Flatout 2 Carnage ist ganz klar Xbox Live Spielern zu empfehlen. Und wer nur Einzelspielermodus spielt, muss Geduld und ein Flair für das Genre mitbringen, ansonsten sind Titel wie Burnout eine bessere Alternative. Wer die PC Version von Flatout 2 hat, muss sich fragen ob die Anschaffung lohnt. Bietet es doch nicht viel mehr. Kehrt um gibt es auf Xbox 360 noch kein brauchbares Derby Spiel, daher füllt wenigstens dies dieser Titel gut.


1 comment

  1. =dark3zz= April 13, 2008 7:55 pm 

    gutes review dewd ! ich habs fuer die box360 gekauft. ist wirklich alles 1:1 bis auf die grafik, die sieht noch ein tick geiller aus als die pc version von damals…..vorallem laeuft das spiel auf der 360er ohne jegliches ruckeln…..nich wie diese EA games 🙂

    es lohnt sich das spiel zu kaufen. ich habs ueber ricardo gekauft, gebraucht. schnelle, geille action at singleplayer, macht eben grad wieder lust das spiel nochmals durchzuzoggn….

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