3D Gaming: Vor- und Nachteile der Technik

Ich hatte schon früh meine Erfahrung mit 3D Gaming gemacht, damals mit der ELSA Revelator um 1999 herum. Damals noch mit Röhrenmonitor der grad mal bei niedriger Auflösung 120Hz schafte, und somit pro Auge 60Hz bot. Nach 10min bekam man langsam Kopfweh davon. Später habe ich mir ein Nachfolger von eDimensional.

Heute nun habe ich mein 3D Monitor von Zalman bekommen. Dieser funktioniert im Gegensatz zu Shutterbrille komplett passiv, sprich mittels Polarisierung und einer entsprechenden Brille. Ich konnte den Monitor erst ein paar Stunden ausprobieren, aber er begeistert mich. Die Polarisierungstechnik sorgt zwar für leichte Schattenbilder, die mich aber nicht stören. Dafür ist das Bild schön ruhig, wenn ich da an die Shutterbrillen Technologie denke. Zudem war der Monitor extrem günstig mit grad mal 290.-CHF. Es ist ein 22″ TN-Panel mit 5ms und einer Auflösung von 1680×1050.

Was aber bringt 3D überhaupt. Einerseits das plastische Sehe, das man sich von der Natur gewohnt ist. Daneben bringt die räumliche Wahrnehmung aber unter Umständen auch andere Vorteile. Denn genau das abstrahieren bei reinen 2D Schirm der eine 3D Optik vortäuscht, nimmt uns ein Teil der gewohnten Reflexe und Einschätzungsvermögen. So habe ich bei einer kurzen Runde UT3 deutlich besser ASMD Kombos hingelegt und auch mit dem sekundären Schuss aus der Flakgun besser getroffen, ebenso mit der Biorifle. Noch ein Tipp: Fov Werte auf Standard belassen oder man muss manuel (das geht) die Bildspaltung anpassen! Diese ist übrigens, wie bei allen stereoskopischen Verfahren, auch abhängig wie weit man vom Monitor wegsitzt. Unmittelbar vor dem Monitor kleben sollte man also nicht.

Angestrebt von der Industrie ist ja einmal mehr, das es sich endlich auf breiter Masse durchzusetzen vermag. Beim Film muss hier eh entsprechendes Material her. Die Spiele haben den Vorteil das sie die Tiefeninformationen schon haben, zumindest grösstenteils. Und hier liegt die Herausforderung der Spieldesigner. Man merkt schnell, dass Schatten und Lichter oft hingemogelt sind, und das stört dann beim 3D enorm! Solche Mogelleien sind dann nicht mehr möglich.

Man sollte sich aber unbedingt immer die neuesten Treiber installieren, denn wie bei SLI etc. braucht bei 3D Vision jedes Spiel ein entsprechendes Profil. Die Konkurenz macht das zwar universeller, aber die Lösung von Nvidia mit den Profilen liefert definitiv (ich habe den alternativen Treiber von iZ3D ausprobiert) die bessere Resultate. Achtung: nie beide Treiber parallel installieren, die beissen sich!

Man sollte unbedingt darauf achten, dass man die richtigen Treiber, in dem Fall die angepassten für Zalman erwischt. Lustigerweise läuft der Windows 7 Treiber der neuer ist, problemlos unter Vista:

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Fazit: das ganze ist für Technikfreaks eine Investition wert, der Rest sollte warten bis das ganze ganz ausgereift ist, auch wenn es jetzt schon nicht schlecht funktioniert. Aber Schatten in einem Rennspiel abschalten zu müssen wie Racedriver GRID tut der Optik schon weh. Denn ohne sieht das Game doch gleich 2 Jahre älter aus.


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